Weidenhof Worpswede

Natur in Haus und Garten
 
Pferd zwischen heimischen Wildrosen mit Hagebutten auf einer naturnahen Pferdeweide

Wildrosen für die Pferdeweide


Wildrosen sind eine schöne und naturnahe Möglichkeit, Pferdeweiden, Weideränder und angrenzende Hecken abwechslungsreicher zu gestalten. Sie verbinden einen natürlichen, ländlichen Charakter mit einem hohen ökologischen Wert und passen besonders gut in strukturreiche Pferdehaltungen.
Mit ihren ungefüllten Blüten bieten Wildrosen zahlreichen Insekten Nahrung. Im Herbst und Winter tragen viele Arten Hagebutten, die von Vögeln und anderen Wildtieren genutzt werden. Dichte, bestachelte Sträucher schaffen außerdem wertvolle Rückzugs-, Schutz- und Nistplätze.
Die verschiedenen Wildrosen unterscheiden sich jedoch deutlich in ihren Ansprüchen und ihrem Wuchs. Einige kommen hervorragend mit trockenen, sandigen Böden und voller Sonne zurecht, andere bevorzugen frischere Standorte oder vertragen Halbschatten. Auch die Wuchshöhe und die Neigung zur Ausläuferbildung unterscheiden sich erheblich.
Damit lassen sich Wildrosen gezielt passend zum jeweiligen Bereich der Pferdeweide auswählen – vom niedrigen, robusten Strauch bis zur größeren, frei wachsenden Wildhecke. Zu guterletzt: Die Hagebutten sind ein wertvoller Snack und als Leckerlie bei den allermeisten Pferden heiß begehrt. 



Apfelrose – Rosa villosa

Standort: Sonne bis Halbschatten · trocken bis frisch · bevorzugt durchlässige, nährstoff- und basenreiche Böden
Wuchs: ca. 1,5–2,5 m · dicht verzweigt und aufrecht · bestachelt · kann Ausläufer bilden
Für die Pferdeweide: Gut für frei wachsende Weidehecken und breitere Randpflanzungen. Durch ihren kräftigen, dichten Wuchs eignet sie sich besonders dort, wo eine strukturreiche Naturhecke entstehen soll. Wegen der Bestachelung und möglicher Ausläufer ausreichend Abstand zu schmalen Durchgängen und stark frequentierten Bereichen einplanen.


Bibernellrose – Rosa pimpinellifolia

Standort: Sonne · trocken bis sehr trocken · sandig, mager und durchlässig
Wuchs: ca. 0,5–1,3 m · dicht · bildet Ausläufer
Für die Pferdeweide: Sehr gut für trockene, sandige Weideränder. Durch den niedrigen, dichten Wuchs auch für größere naturnahe Randbereiche interessant. Wegen der Ausläuferbildung genügend Platz einplanen


Essigrose – Rosa gallica

Standort: Sonne bis lichter Halbschatten · trocken bis mäßig frisch · bevorzugt warme, durchlässige, nährstoff- und basenreiche, gerne kalkhaltige Böden
Wuchs: ca. 0,5–1,5 m · niedrig und dicht verzweigt · bildet unterirdische Ausläufer und kann sich mit der Zeit flächig ausbreiten
Für die Pferdeweide: Gut für sonnige, eher trockene Weideränder und größere naturnahe Randflächen. Durch den niedrigen Wuchs interessant für Bereiche, in denen keine hohe Hecke gewünscht ist. Wegen der Ausläuferbildung genügend Platz einplanen.

Feldrose – Rosa arvensis

Standort: Sonne bis Halbschatten · frischere, nährstoffreichere Böden
Wuchs: ca. 1–4 m · lange niederliegende bzw. kletternde Triebe
Für die Pferdeweide: Gut für äußere Weidehecken und Gehölzränder. Weniger für unmittelbar am Zaun gelegene schmale Pflanzstreifen, da ihre langen Triebe weit in angrenzende Bereiche wachsen können.


Heckenrose – Rosa corymbifera

Standort: Sonne bis Halbschatten · mäßig trocken bis frisch
Wuchs: ca. 2–3 m · kräftig · breit und teilweise überhängend
Für die Pferdeweide: Sehr gut für größere Weidehecken. Gibt Hecken Struktur und kann zusammen mit anderen heimischen Gehölzen einen dichten Randbewuchs bilden.


Hechtrose – Rosa glauca

Standort: Sonne bis Halbschatten · durchlässiger Boden
Wuchs: ca. 2–3 m · locker aufrecht
Für die Pferdeweide: Gut für breitere Randpflanzungen. Besonders interessant, wenn die Weidehecke nicht nur ökologisch wertvoll sein, sondern durch das blaugrün bis rötlich gefärbte Laub auch gestalterisch wirken soll.


Hundsrose – Rosa canina

Standort: Sonne bis Halbschatten · trocken bis frisch · sehr anpassungsfähig
Wuchs: ca. 2–3 m und höher · kräftig · bogig überhängend
Für die Pferdeweide: Eine der klassischen Wildrosen für Weidehecken. Besonders für frei wachsende Hecken und ausreichend breite Randstreifen geeignet. Nicht unmittelbar in einen schmalen Durchgang oder direkt an häufig genutzte Tore pflanzen.


Weinrose / Apfelrose – Rosa rubiginosa

Standort: Sonne · warm · trocken bis mäßig frisch
Wuchs: ca. 2–3 m · dicht verzweigt
Für die Pferdeweide: Sehr gut für sonnige und eher trockene Weideränder. Interessant für frei wachsende Naturhecken; charakteristisch ist der apfelartige Duft der Blätter.


Flaumrose – Rosa obtusifolia

Standort: Sonne bis Halbschatten · eher trocken bis frisch
Wuchs: ca. 1,5–2,5 m · aufrecht bis bogig
Für die Pferdeweide: Gut für naturnahe Weidehecken. Eine weniger häufig angebotene Wildrose, die sich gut mit anderen heimischen Sträuchern kombinieren lässt.


Weiche Rose – Rosa mollis

Standort: Sonne bis Halbschatten · trocken bis frisch · durchlässig
Wuchs: ca. 0,5–1,5 m · kompakter als viele andere Wildrosen
Für die Pferdeweide: Gut für niedrigere Randpflanzungen. Durch die überschaubare Wuchshöhe interessant, wenn keine zwei bis drei Meter hohe Hecke entstehen soll.


Zimtrose – Rosa majalis

Standort: Sonne bis Halbschatten · frischere Böden
Wuchs: ca. 1–1,5 m · bildet Ausläufer
Für die Pferdeweide: Gut für größere Randflächen und frischere Standorte. Durch die Ausläuferbildung weniger für sehr schmale Pflanzstreifen geeignet; dort müsste ihre Ausbreitung kontrolliert werden.


Besonders für trockene, sandige Pferdeweiden: Bibernellrose, Weinrose und Hundsrose.
Für große, frei wachsende Weidehecken: Hundsrose, Heckenrose, Weinrose und Feldrose.
Für niedrigere Pflanzungen: Bibernellrose, Weiche Rose und Zimtrose.