In unserem Wildbienenheim gibt es verschiedene Möglichkeiten, ein Nest anzulegen: Einige Wildbienen können die kleinen Röhrchen nutzen, andere können die vorbereiteten Löcher im lehmhaltigen Sand entdecken.
Und das Beste: Du baust nicht nur etwas – du kannst später beobachten, was darin passiert. Vielleicht wird ein Eingang verschlossen, vielleicht entdeckst du eine Wildbiene beim Ein- und Ausfliegen.
Dabei darfst du matschen, klopfen und kreativ werden. Ob dein Wildbienenheim am Ende wie eine Biene, ein Marienkäfer oder ganz anders aussieht, entscheidest du selbst.
So sieht unser Wildbienenheim aus.
Wie wird Deins aussehen?
Eine saubere, vorbereitete Dose ohne scharfe Kanten
Eine stabile Schnur zum Aufhängen
Feuchten, lehmhaltigen Sand
Ein Stück Holz zum Festklopfen
Einen kleinen Schraubenzieher oder einen ähnlich dicken Gegenstand
Drei hohle Pflanzenstängel in unterschiedlichen Größen
Wetterfeste Farben, Folie oder andere geeignete Materialien zum Gestalten
Bevor der Sand in die Dose kommt, befestigen wir die Schnur.
Bitte einen Erwachsenen, ein Loch für die Schnur in die Dose zu machen. Anschließend ziehst du die Schnur durch das Loch und knotest sie gut fest.
Wichtig: Die Schnur muss jetzt hinein. Wenn die Dose erst einmal mit lehmhaltigem Sand gefüllt ist, geht das kaum noch.
Jetzt kommt der lehmhaltige Sand in die Dose.
Fülle zuerst eine kleine Portion hinein. Nimm dann dein Stück Holz und klopfe den Sand gut fest. Danach kommt die nächste Portion hinein und wird wieder festgeklopft.
So machst du weiter, bis die Dose gefüllt ist:
Einfüllen → festklopfen → einfüllen → festklopfen.
Achte besonders darauf, dass der Sand auch ganz hinten in der Dose gut fest sitzt. So bekommen unsere Nistplätze später einen stabilen Untergrund.
Forscher-Tipp:
Der Sand soll fest sein, aber nach dem Trocknen nicht steinhart werden. Einige unserer zukünftigen Bewohner sollen schließlich selbst darin weitergraben können.
Der lehmhaltige Sand ist fest in der Dose. Jetzt bekommen unsere zukünftigen Bewohner ihre Eingänge.
Drücke mit einem Schraubenzieher sechs Löcher in den lehmhaltigen Sand.
Drei Löcher sind für die Pflanzenröhrchen. Stecke jeweils ein hohles Röhrchen hinein und drücke es vorsichtig fest. Die Öffnung zeigt nach vorne und muss sauber und frei bleiben.
Drei Löcher bleiben leer. Sie sind kleine Startlöcher im lehmhaltigen Sand. Wildbienen, die ihre Gänge selbst graben, können hier ansetzen und weiterbauen.
🔎 Forscherfrage
Warum lassen wir einige Löcher leer?
Nicht jede Wildbiene möchte in ein fertiges Röhrchen einziehen. Manche bauen lieber selbst und graben ihren eigenen Nestgang.
So entstehen in unserer Dose zwei unterschiedliche Angebote für Wildbienen.
Die Kinderzimmer sind fertig. Jetzt bist du dran!
Wie soll dein Wildbienenheim aussehen? Vielleicht wird es eine Biene, ein Marienkäfer, bekommt wilde Streifen, bunte Punkte oder ein Muster, das nur du dir ausgedacht hast.
Gestalte die Dose mit wetterfesten Farben ganz nach deinen eigenen Ideen.
Schon gewusst?
Ob Biene, Käfer oder kunterbunt – den Wildbienen ist das Aussehen der Dose egal. Für sie zählen die kleinen Kinderstuben, die du für sie vorbereitet hast.
Lass anschließend alles gut trocknen.
Dein Wildbienenheim ist fertig und gut getrocknet. Jetzt braucht es den richtigen Platz.
Was glaubst du?
Sonne oder Schatten?
Trocken oder nass?
Fest aufgehängt oder im Wind schaukelnd?
Blüten in der Nähe oder ganz egal?
🔎 Die Auflösung
Wildbienen mögen es warm, sonnig und trocken. Hänge dein Wildbienenheim deshalb an einen geschützten Platz, an dem es möglichst viel Sonne bekommt und nicht ständig nass wird.
Ganz wichtig: Es sollte nicht hin und her schaukeln. Befestige es so, dass es auch bei Wind möglichst ruhig bleibt.
Und dann schau dich einmal um: Blüht in der Nähe etwas? Denn ein schönes Kinderzimmer allein reicht nicht. Die Wildbienen brauchen auch Nahrung für sich und ihren Nachwuchs.
Schau immer mal wieder nach deinem Wildbienenheim.
Vielleicht entdeckst du eine Wildbiene, die in ein Röhrchen hinein- und wieder herausfliegt. Sie sammelt Nahrung für ihren Nachwuchs und trägt sie in ihre Kinderstube.
Und irgendwann passiert etwas Spannendes:
Ein Loch ist plötzlich verschlossen!
Das kann ein Zeichen dafür sein, dass eine Wildbiene darin ihre Kinderstube eingerichtet hat.
Was passiert hinter der verschlossenen Tür?
Dort drinnen kann die Wildbiene mehrere kleine Brutzellen hintereinander bauen. In jede Zelle legt sie Nahrung aus Pollen und Nektar und anschließend ein Ei.
Aus dem Ei schlüpft eine Larve. Sie frisst den Vorrat, wächst heran und entwickelt sich schließlich zur fertigen Wildbiene.
Und eines Tages öffnet sich die Tür wieder.