Weidenhof Worpswede
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 Natur in Haus und Garten
 

Sichere Insektentränke

Auch die kleinsten Gartenfreunde haben Durst.

sichere Insektentränke mit Moos, Steinen und Lehm

An warmen, trockenen Tagen wird Wasser im Garten schnell knapp. Dabei brauchen nicht nur Vögel und Igel eine Wasserstelle. Auch Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und viele andere Insekten sind auf Wasser angewiesen.
Honigbienen nutzen Wasser beispielsweise, um ihren Bienenstock zu kühlen. Manche Wildbienen benötigen es sogar als Baumaterial für ihre Kinderzimmer.
Doch eine offene Wasserschale kann zur Gefahr werden. Glatte, steile Ränder und tiefes Wasser machen es kleinen Insekten schwer, sich zu retten.
Mit wenigen Naturmaterialien lässt sich eine sichere Insektentränke gestalten, die gleichzeitig Trinkplatz, Landeplatz und eine kleine Lehmquelle bietet.

Eine Insektentränke selber bauen

Du brauchst:

  • Einen flachen Blumenuntersetzer oder eine flache Schale
  • Einige raue Natursteine
  • Kleine Äste oder Holzstücke
  • Etwas frisches, unbehandeltes Moos
  • Eine kleine Menge naturbelassenen, feinkrümeligen Lehm
  • Frisches Wasser

So geht's:
Verteile das Moos in kleinen Polstern auf einer Seite der Schale. Lege einige raue Steine und kleine Äste dazwischen. Sie sollten deutlich über die Wasseroberfläche hinausragen und sichere Landeplätze bilden.
Auf der anderen Seite formst du aus dem Lehm einen kleinen, flachen Bereich. Feuchte ihn an, sodass er weich und formbar bleibt, aber nicht vollständig unter Wasser steht.
Fülle nun vorsichtig Wasser ein. Das Moos darf sich vollsaugen, die Steine und Äste bleiben jedoch gut erreichbar.
Fertig ist deine kleine Wasserstelle!

Warum brauchen Wildbienen Lehm?

Wildbiene an Lehmpfütze

Nicht alle Wildbienen bauen ihre Kinderzimmer auf die gleiche Weise.
Einige Mauerbienen verwenden feuchte Erde oder Lehm, um ihre Brutzellen voneinander zu trennen und die Nesteingänge zu verschließen.
Dafür sammeln sie winzige Portionen feuchten Baumaterials, transportieren sie zu ihrem Nest und verarbeiten sie dort zu stabilen Wänden.
Andere Wildbienen verwenden Pflanzenstücke, Harz oder ganz andere Materialien.
Mit einer feuchten Lehmstelle kannst du deshalb bestimmten Wildbienenarten zusätzliches Baumaterial anbieten.
Noch ein Tipp: Eine offene, unbewachsene Stelle mit feuchtem Lehmboden im Garten ist eine besonders natürliche Ergänzung zur Insektentränke.

Der richtige Standort

Stelle deine Insektentränke an einen warmen, windgeschützten und möglichst halbschattigen Platz.
Besonders schön ist ein Standort in der Nähe heimischer Blühpflanzen. Dort können Insekten Nahrung finden und haben es nicht weit bis zur Wasserstelle.
Achte darauf, dass die Schale sicher steht und nicht umkippen kann.
Sauberes Wasser ist wichtig
Auch eine kleine Wasserstelle braucht Pflege.
Wechsle das Wasser täglich und reinige die Schale regelmäßig gründlich. Verschmutztes oder faulendes Moos sollte ausgetauscht werden.
Auch den Lehm solltest du kontrollieren und bei Verschmutzung erneuern.
Verwende keine chemischen Reinigungsmittel, Dünger oder andere Zusätze.

Ein kleines Naturerlebnis

Libelle an einer Insektentränke

Eine Insektentränke braucht weder viel Platz noch teures Material. Sie passt in einen großen Naturgarten genauso wie auf eine Terrasse oder einen Balkon.
Und mit etwas Geduld kannst Du  beobachten, wie kleine Gartenbewohner im feuchten Moos trinken oder eine Wildbiene Baumaterial sammelt.
Oft sind es gerade die kleinen Dinge, die unseren Garten ein Stück lebendiger machen.