Weidenhof Worpswede

Natur in Haus und Garten
 
Naturnahe Hecke für frische bis feuchte Böden mit heimischen Gehölzen und blühendem Saum im Juli

Pflanzen für frische und feuchte Standorte


Frische bis feuchte Böden trocknen auch im Sommer nicht so schnell aus und bieten vielen heimischen Gehölzen besonders gute Wachstumsbedingungen. Dazu gehören sowohl normale, gleichmäßig mit Wasser versorgte Gartenböden als auch deutlich feuchtere Bereiche an Gräben, Senken, Teichrändern oder auf schweren Böden.
Die hier aufgeführten Pflanzen kommen mit einer guten Wasserversorgung besonders gut zurecht. Einige Arten, vor allem bestimmte Weiden und der Faulbaum, eignen sich auch für ausgesprochen feuchte Standorte. Dauerhafte Staunässe vertragen jedoch nicht automatisch alle Pflanzen dieser Gruppe.
Auch hier gilt: Viele heimische Gehölze sind anpassungsfähig und überschneiden sich in ihren Standortansprüchen. Die Einteilung dient deshalb als Orientierung und zeigt, für welchen Standort die jeweilige Pflanze besonders gut geeignet ist.


Efeu – Hedera helix

Standort: Halbschatten bis Schatten, bei ausreichender Bodenfeuchte auch Sonne · frisch bis feucht · bevorzugt humose, nährstoff- und basenreiche, durchlässige Böden
Wuchs: Immergrüne, selbstklimmende Kletterpflanze · mit Haftwurzeln an Bäumen, Mauern und anderen Unterlagen · kann etwa 10–20 m hoch klettern und auch als Bodendecker wachsen
Blüte: September bis Oktober · kleine gelbgrüne Blüten in kugeligen Dolden · wichtige späte Nahrungsquelle für Insekten
Früchte: Rundliche, blauschwarze Beeren · Reife im folgenden Frühjahr · wichtige Vogelnahrung · für Menschen giftig


Faulbaum – Frangula alnus (Syn. Rhamnus frangula)

Standort: Sonne bis Halbschatten · frisch bis feucht, verträgt auch nasse und moorige Standorte · bevorzugt humose, eher saure bis neutrale Böden
Wuchs: Locker verzweigter Großstrauch oder kleiner Baum · etwa 2–5 m hoch · meist mehrstämmig und ohne Dornen
Blüte: Mai bis September · kleine, unscheinbare grünlich-weiße Blüten · durch die lange Blütezeit wertvoll für Insekten
Früchte: Kleine rundliche Steinfrüchte · zunächst grün, später rot und bei Reife schwarz · Reife über einen langen Zeitraum · für Menschen giftig


Gemeiner Schneeball – Viburnum opulus

Standort: Sonne bis Halbschatten · frisch bis feucht · bevorzugt humose, nährstoffreiche Böden · verträgt zeitweise nasse Standorte
Wuchs: Dicht verzweigter, breitbuschiger Großstrauch · etwa 2–4 m hoch · aufrechte, später teilweise bogig überhängende Zweige
Blüte: Mai bis Juni · weiße Blüten in flachen, auffälligen Schirmrispen
Früchte: Leuchtend rote, kugelige Steinfrüchte · Reife ab August/September · häufig bis in den Winter am Strauch


Hopfen – Humulus lupulus

Standort: Sonne bis Halbschatten · frisch bis feucht · bevorzugt humose, nährstoffreiche und stickstoffreiche Böden
Wuchs: Sehr schnell wachsende, mehrjährige Kletterpflanze · oberirdische Triebe sterben im Winter ab und treiben im Frühjahr neu aus · erreicht jährlich etwa 4–7 m
Blüte: Juli bis September · männliche und weibliche Blüten auf getrennten Pflanzen · weibliche Blütenstände entwickeln die typischen Hopfenzapfen
Früchte: Zapfenartige weibliche Fruchtstände · Reife im Spätsommer bis Herbst · enthalten kleine Nüsschen


Ilex / Stechpalme – Ilex aquifolium

Standort: Halbschatten bis Schatten, bei ausreichender Feuchtigkeit auch Sonne · frisch bis feucht · bevorzugt humose, durchlässige, eher saure bis neutrale Böden
Wuchs: Immergrüner, langsam wachsender Großstrauch oder kleiner Baum · etwa 3–10 m hoch, im Alter auch höher · dicht verzweigt und sehr langlebig
Blüte: Mai bis Juni · kleine weiße Blüten · überwiegend zweihäusig
Früchte: Leuchtend rote, kugelige Steinfrüchte · Reife ab Herbst und häufig bis in den Winter am Gehölz · Fruchtbildung nur an weiblichen Pflanzen nach Bestäubung · für Menschen giftig


Johannisbeere, schwarz – Ribes nigrum

Standort: Sonne bis Halbschatten · frisch bis feucht · bevorzugt humose, nährstoffreiche und gleichmäßig mit Wasser versorgte Böden
Wuchs: Aufrechter bis breitbuschiger Strauch · etwa 1–2 m hoch · ältere Triebe teilweise bogig überhängend
Blüte: April bis Mai · kleine grünlich-rötliche Blüten in hängenden Trauben
Früchte: Schwarze, aromatische Beeren in Trauben · Reife Juni bis August · essbar


Korbweide – Salix viminalis

Standort: Sonne · frisch bis nass · bevorzugt nährstoffreiche Böden · gut für Gewässerränder und regelmäßig feuchte Bereiche geeignet
Wuchs: Schnell wachsender Großstrauch oder kleiner Baum · etwa 3–8 m hoch · lange, gerade und sehr biegsame Triebe · ausgesprochen schnittverträglich
Blüte: März bis April · silbrige bis gelbliche Kätzchen vor bzw. mit dem Laubaustrieb · zweihäusig
Früchte: Kleine Kapselfrüchte mit zahlreichen feinen, behaarten Samen · Reife im Frühjahr bis Frühsommer


Öhrchenweide – Salix aurita

Standort: Sonne bis Halbschatten · feucht bis nass · besonders für saure, nährstoffärmere und moorige Böden geeignet · verträgt zeitweilige Überflutung
Wuchs: Dicht verzweigter, breitbuschiger Strauch · etwa 1–3 m hoch · charakteristische kleine Nebenblätter („Öhrchen“) am Blattstiel
Blüte: März bis Mai · Kätzchen vor bzw. mit dem Laubaustrieb · zweihäusig
Früchte: Kleine Kapselfrüchte mit zahlreichen behaarten Samen · Reife im Frühjahr bis Frühsommer


Pfaffenhütchen – Euonymus europaeus

Standort: Sonne bis Halbschatten · frisch bis feucht · bevorzugt nährstoff- und basenreiche, gerne kalkhaltige Böden · verträgt zeitweise feuchte Standorte
Wuchs: Dicht verzweigter Großstrauch oder kleiner Baum · etwa 2–6 m hoch · junge Zweige häufig auffällig vierkantig
Blüte: Mai bis Juni · kleine gelblich-grüne Blüten
Früchte: Auffällige rosa bis karminrote vierteilige Kapseln mit orangefarbenen Samenmänteln · Reife September bis Oktober · für Menschen giftig


Purpurweide – Salix purpurea

Standort: Sonne bis Halbschatten · frisch bis feucht, zeitweise auch nass · bevorzugt durchlässige, gerne kalkhaltige Böden · gut für Uferbereiche geeignet
Wuchs: Dicht verzweigter, schnell wachsender Strauch · etwa 2–5 m hoch · lange, dünne und biegsame Triebe · sehr schnittverträglich
Blüte: März bis April · zunächst purpurrote, später gelbliche Kätzchen · meist vor dem Laubaustrieb · zweihäusig
Früchte: Kleine Kapselfrüchte mit zahlreichen behaarten Samen · Reife im Frühjahr bis Frühsommer


Rosmarinweide – Salix rosmarinifolia

Standort: Sonne · frisch bis feucht · bevorzugt feuchte, nährstoffärmere Böden und offene Standorte
Wuchs: Niedriger, dicht verzweigter Strauch · etwa 0,5–1,5 m hoch · schmale, längliche Blätter erinnern an Rosmarin
Blüte: April bis Mai · kleine Kätzchen · zweihäusig
Früchte: Kleine Kapselfrüchte mit feinen, behaarten Samen · Reife im Frühjahr bis Frühsommer


Salweide – Salix caprea

Standort: Sonne bis Halbschatten · frisch bis feucht · sehr anpassungsfähig · bevorzugt nährstoffreiche Böden
Wuchs: Schnell wachsender Großstrauch oder kleiner Baum · etwa 5–10 m hoch · breit aufrechter bis rundkroniger Wuchs
Blüte: März bis April · auffällige silbrige Kätzchen, männliche später leuchtend gelb · Blüte vor dem Laubaustrieb · zweihäusig
Früchte: Kleine Kapselfrüchte mit zahlreichen wollig behaarten Samen · Reife im Frühjahr bis Frühsommer


Schwarze Heckenkirsche – Lonicera nigra

Standort: Halbschatten bis Schatten, auch Sonne bei ausreichender Feuchtigkeit · frisch bis feucht · bevorzugt humose, durchlässige und eher kühlere Standorte
Wuchs: Locker verzweigter, aufrechter Strauch · etwa 1–2 m hoch
Blüte: Mai bis Juni · kleine, paarweise angeordnete rosaweiße bis rosafarbene Blüten
Früchte: Paarweise stehende, glänzend schwarze Beeren · Reife im Sommer · für Menschen nicht zum Verzehr geeignet


Spießweide – Salix hastata

Standort: Sonne bis Halbschatten · frisch bis feucht · bevorzugt durchlässige, humose Böden und eher kühlere Standorte
Wuchs: Kompakter, dicht verzweigter Strauch · meist etwa 1–2 m hoch · vergleichsweise kleinbleibende Weidenart
Blüte: April bis Mai · Kätzchen vor bzw. mit dem Laubaustrieb · zweihäusig
Früchte: Kleine Kapselfrüchte mit zahlreichen behaarten Samen · Reife im Frühjahr bis Frühsommer


Strauchefeu – Hedera helix 'Arborescens'

Standort: Sonne bis Schatten · frisch bis feucht · bevorzugt humose, nährstoffreiche und durchlässige Böden
Wuchs: Immergrüner, dicht verzweigter Strauch · etwa 1–2 m hoch und breit · klettert im Gegensatz zum gewöhnlichen Efeu nicht
Blüte: September bis Oktober · gelbgrüne Blüten in kugeligen Dolden · wertvolle späte Insektennahrung
Früchte: Rundliche, blauschwarze Beeren · Reife im folgenden Frühjahr · für Menschen giftig


Traubenholunder – Sambucus racemosa

Standort: Sonne bis Halbschatten · frisch bis feucht · bevorzugt humose, nährstoffreiche, eher saure bis neutrale und kühlere Böden
Wuchs: Schnell wachsender, breitbuschiger Großstrauch · etwa 2–4 m hoch
Blüte: April bis Mai · gelblich-grüne bis cremeweiße Blüten in dichten, aufrechten Rispen
Früchte: Leuchtend rote Steinfrüchte in dichten Fruchtständen · Reife ab Juni/Juli · roh nicht zum Verzehr geeignet


Waldgeißblatt – Lonicera periclymenum

Standort: Sonne bis Halbschatten · frisch bis feucht · bevorzugt humose, durchlässige, eher saure bis neutrale Böden · Wurzelbereich gerne kühl und beschattet
Wuchs: Sommergrüne, windende Kletterpflanze · Triebe etwa 3–6 m, unter günstigen Bedingungen höher · benötigt Gehölze oder Rankhilfen
Blüte: Juni bis September · cremeweiße bis gelbliche, außen häufig rötlich überlaufene und besonders abends stark duftende Blüten
Früchte: Rundliche, leuchtend rote Beeren · Reife ab Spätsommer · für Menschen giftig


Weißtanne – Abies alba

Standort: Halbschatten bis Schatten, ältere Bäume auch sonniger · frisch bis feucht · bevorzugt tiefgründige, humose, nährstoffreiche und gut durchlüftete Böden · empfindlich gegenüber länger anhaltender Staunässe
Wuchs: Großer, immergrüner Nadelbaum · etwa 30–50 m hoch · zunächst regelmäßig kegelförmig, alte Bäume mit charakteristischer abgeflachter Krone
Blüte: April bis Juni · unscheinbare männliche und weibliche Blütenzapfen
Früchte: Aufrecht stehende Zapfen · Reife September bis Oktober · zerfallen am Baum, sodass nur die Zapfenspindel stehen bleibt


Zimtrose – Rosa majalis

Standort: Sonne bis Halbschatten · frisch bis feucht · bevorzugt humose, nährstoff- und basenreiche Böden · verträgt deutlich mehr Bodenfeuchtigkeit als viele andere Wildrosen
Wuchs: Dicht verzweigter, bestachelter Wildrosenstrauch · etwa 1–2 m hoch · bildet Wurzelausläufer und kann größere Bestände entwickeln
Blüte: Mai bis Juni · ungefüllte, kräftig rosa bis purpurrosa Blüten
Früchte: Rundliche bis birnenförmige, rote Hagebutten · Reife ab Spätsommer bis Herbst


Zitterpappel – Populus tremula

Standort: Sonne bis Halbschatten · frisch bis feucht, insgesamt sehr anpassungsfähig · kommt auch mit ärmeren Böden zurecht
Wuchs: Schnell wachsender Baum · etwa 15–25 m hoch · lockere, unregelmäßige Krone · bildet kräftige Wurzelausläufer und kann größere Bestände entwickeln
Blüte: März bis April · hängende Kätzchen vor dem Laubaustrieb · zweihäusig
Früchte: Kleine Kapselfrüchte mit zahlreichen wollig behaarten Samen · Reife Mai bis Juni · Samen werden vom Wind verbreitet