Weidenhof Worpswede

Natur in Haus und Garten
 
Hainbuche (Carpinus betulus) als Gehölz auf einer naturnahen Pferdeweide

Bäume für die Pferdeweide


Hainbuche – Carpinus betulus

Standort: Sonne bis Schatten · frisch bis mäßig trocken
Wuchs: mittelgroßer bis großer Baum · sehr schnittverträglich
Besonders geeignet für: Windschutz · Schatten · Hecken · Strukturierung
Die Hainbuche ist ein besonders vielseitiges Gehölz für die Pferdeweide. Sie kann sich zu einem stattlichen Baum entwickeln, lässt sich durch ihre sehr gute Schnittverträglichkeit aber ebenso als dichte Hecke oder begrenzendes Gehölz erziehen. Damit eignet sie sich gut, um offene Weideflächen zu strukturieren, Laufwege einzufassen oder geschützte Bereiche zu schaffen.
Junge Pflanzen sollten zunächst zuverlässig vor Verbiss und Trittschäden geschützt werden. Später können zurückgeschnittene Zweige als zusätzliches Beschäftigungsmaterial angeboten werden.


Korbweide – Salix viminalis

Standort: Sonne · frisch bis feucht
Wuchs: sehr schnellwachsend · meist Großstrauch oder kleiner Baum
Besonders geeignet für: Knabbergehölz · schnelle Begrünung · Windschutz · feuchte Bereiche
Die Korbweide ist interessant, wenn auf einer Pferdeweide schnell lebende Strukturen entstehen sollen. Sie wächst kräftig, verträgt regelmäßigen Rückschnitt und treibt anschließend wieder gut aus.
Dadurch kann sie beispielsweise in Randbereichen, entlang von Wegen oder als Teil einer lebenden Weidenstruktur eingesetzt werden. Regelmäßig anfallende Zweige können den Pferden zum Knabbern und zur Beschäftigung angeboten werden.


Salweide – Salix caprea

Standort: Sonne bis Halbschatten · frisch bis feucht
Wuchs: Großstrauch bis kleiner Baum
Besonders geeignet für: Knabbergehölz · naturnahe Weideränder · Artenvielfalt
Die Salweide entwickelt sich häufig zu einem mehrstämmigen kleinen Baum und lässt sich dadurch gut in naturnahe Weidebereiche integrieren. Sie ist relativ anpassungsfähig und benötigt nicht ganz so nasse Standorte wie manche anderen Weidenarten.
Für den Naturwert der Pferdeweide ist sie besonders interessant: Ihre sehr frühen Blüten stellen bereits im Frühjahr Nahrung für zahlreiche Insekten bereit. Als Weidenart kann sie außerdem regelmäßig zurückgeschnitten werden
.


Sandbirke – Betula pendula

Standort: Sonne · trocken bis frisch · auch sandige und nährstoffarme Böden
Wuchs: schnellwachsender mittelgroßer bis großer Baum
Besonders geeignet für: trockene Standorte · lichte Beschattung · offene Weideflächen
Die Sandbirke ist besonders für trockene und sandige Bereiche interessant, in denen anspruchsvollere Baumarten Schwierigkeiten bekommen. Sie wächst in jungen Jahren relativ schnell und bildet eine lichte Krone. Dadurch entsteht unter älteren Birken kein so dichter Schatten wie unter manchen anderen großen Bäumen.


Schwarzerle – Alnus glutinosa

Standort: Sonne bis Halbschatten · feucht bis nass
Wuchs: mittelgroßer bis großer Baum
Besonders geeignet für: feuchte Senken · nasse Randbereiche · Schatten
Die Schwarzerle ist eine Spezialistin für feuchte Standorte. Sie kann dort eingesetzt werden, wo zeitweise vernässte oder dauerhaft feuchte Böden die Auswahl geeigneter Bäume einschränken.
Damit bietet sie eine interessante Möglichkeit, gerade problematische feuchte Bereiche einer Pferdeweide mit Gehölzen zu strukturieren.


Silberweide – Salix alba

Standort: Sonne · frisch bis nass
Wuchs: schnellwachsender Großbaum
Besonders geeignet für: große Weiden · Schatten · feuchte Standorte
Die Silberweide ist die richtige Wahl, wenn langfristig ein großer Schattenbaum entstehen soll. Sie wächst schnell, kann eine breite Krone entwickeln und benötigt entsprechend viel Platz.
Besonders wohl fühlt sie sich auf frischen bis feuchten Böden. Für kleine Flächen ist sie wegen ihrer späteren Größe weniger geeignet. Auf großzügigen Pferdeweiden kann sie dagegen einen eindrucksvollen, natürlichen Schattenspender bilden.


Wildapfel – Malus sylvestris

Standort: Sonne bis Halbschatten · frisch
Wuchs: kleiner Baum
Besonders geeignet für: kleinere Weideflächen · Knabbergehölz · Artenvielfalt
Der Wildapfel bleibt deutlich kleiner als viele klassische Wildbäume und lässt sich deshalb gut in abwechslungsreiche Gehölzstrukturen integrieren. Blüten, Früchte und die strukturreiche Krone machen ihn gleichzeitig für zahlreiche Tierarten interessant.
Blätter und Zweige werden von Pferden durchaus angenommen, sie scheinen aber nicht übermäßig lecker zu sein. 
Wichtig: Zur Fruchtreife sollte die Menge des erreichbaren Fallobstes kontrolliert werden. Große Mengen Äpfel sollten Pferde nicht auf einmal aufnehmen.


Wildbirne – Pyrus pyraster

Standort: Sonne · trocken bis frisch
Wuchs: kleiner bis mittelgroßer Baum
Besonders geeignet für: sonnige Weiden · trockenere Bereiche · Knabbergehölz
Die Wildbirne ist ein robuster und langlebiger Baum für sonnige Standorte. Im Vergleich zum Wildapfel kommt sie auch mit trockeneren Bedingungen gut zurecht und ist deshalb für entsprechend gelegene Weidebereiche interessant. Am liebsten wächst sie windgeschützt und ist daher auch für Heckenanpflanzungen sehr interessant. 


Winterlinde – Tilia cordata

Standort: Sonne bis Halbschatten · mäßig trocken bis frisch
Wuchs: großer, langlebiger Baum
Besonders geeignet für: dauerhaften Schatten · große Weideflächen · Artenvielfalt
Die Winterlinde ist ein Baum für die langfristige Gestaltung einer Pferdeweide. Mit zunehmendem Alter entwickelt sie eine große Krone und kann dadurch einen wertvollen natürlichen Schattenplatz schaffen.
Sie benötigt allerdings ausreichend Raum und sollte deshalb von Anfang an mit genügend Abstand zu Zäunen, Gebäuden und Wegen gepflanzt werden. Blätter und junge Zweige werden gern gefressen. 


Zitterpappel / Espe – Populus tremula

Standort: Sonne bis Halbschatten · trocken bis frisch
Wuchs: schnellwachsender mittelgroßer Baum
Besonders geeignet für: schnelle Begrünung · lichte Beschattung · naturnahe größere Flächen
Die Zitterpappel ist eine heimische Pionierbaumart. Sie wächst vergleichsweise schnell und kann deshalb interessant sein, wenn auf einer bislang offenen Fläche möglichst früh größere Gehölzstrukturen entstehen sollen. Sie ist recht bruchanfällig. 
Zitterpappeln können zahlreiche Wurzelausläufer bilden. Auf kleinen oder sehr ordentlich gegliederten Flächen kann das unerwünscht sein. Für größere, naturnah entwickelte Bereiche kann gerade diese Eigenschaft dagegen interessant sein.